Kleine Stickkunde
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Sticknadeln II
Es gibt selbstverständlich auch spezielle Sticknadeln:
- Sticknadeln mit längerer Standzeit: Sind für längere Haltbarkeit mit einer Titanium-Nitrid-Beschichtung versehen. Daher ist die Nadel gut geeignet für das Besticken von Leder, das auf Klebevlies aufgebracht wird. Sie hat eine leichte Kugelspitze und kann somit auch zum Nähen von dehnbaren Materialien verwendet werden.
- Sticknadeln mit Antihaft-Beschichtung: Reduziert die Kleberreste auf der Nadel und verhindert so, dass das Einfädeln des neuen Garn erschwert wird oder der Garn nicht einfach durch den Stoff geht. Es gibt Anti-Glue-Sticknadeln und Superuniversalnadeln, die sowohl als Nähnadeln als auch als Sticknadel verwendet werden können. Die Anti-Glue-Sticknadel hat ein normales Nadelöhr, die Superuniversalnadel hat dagegen ein Nadelöhr übernächster Größe.
- Metallic-Sticknadeln: Metallicgarne lassen sich meistens nicht ohne Probleme mit normalen Sticknadeln verarbeiten, da die Nadelöhre nicht dafür geeignet sind. Die Metallicnadeln haben ein extrem großes Nadelöhr, so dass auch Metallicgarne mit flachem Querschnitt hindurchpassen. Das Nadelöhr ist bei jeder Nadelstärke ungefähr 2 mm lang. Die typischen Nadelstärken sind 80 und 90.
- Topstich-Nadeln: Diese Nadel ist genau so aufgebaut wie die Metallic-Sticknadel, die Nadelstärke liegt jedoch bei 70 oder 100.
- Wollsticknadeln: Die Wollsticknadel hat eine spitze Nadelspitze und kann somit leichter in Wolle eindringen. Das große Nadelöhr und die angepasste Rille an der Nadel-Vorderseite verhindern ein Aufzwirbeln des Garns. Die Stärke der Nadel passt für das dicke Garn.
- Doppelöhrnadeln: hier liegen die Fäden übereinander. Diese Nadel ist also gut geeignet, wenn zwei Garne gleichzeitig verarbeitet werden sollen.